Berlin – Unbenutzte und an Händler zurückgeschickte Waren sollen nach dem Willen der Bundesregierung seltener vernichtet werden. Dazu ist eine Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes geplant, wie Sprecher des Umwelt- sowie des Wirtschaftsministeriums am Freitag in Berlin sagten. Zuvor hatte der NDR berichtet, die Regierung wolle im kommenden Jahr eine Obhutspflicht für den Umgang mit Retouren und nicht verkaufter Neuware einführen.
Der Sprecher von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) sagte, viele Waren würden vernichtet, obwohl sie noch funktionsfähig seien. Die Ministerin habe deshalb eine Obhutspflicht auf den Weg gebracht. Dazu liefen noch Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung.
Die Obhutspflicht soll laut NDR Händler dazu anhalten, die Produktion stärker an der Nachfrage auszurichten. Transport und Aufbewahrung neuer Waren soll demnach so gestaltet werden, dass die Produkte länger nutzbar bleiben. Vernichtung solle damit zum letzten Mittel für Händler werden. Zudem sollten die Händler zu mehr Transparenz gezwungen werden, was die Vernichtung von unbenutzter Ware angehe. dpa