Berlin – Wer für die kommenden Tage einen Flug bei Germanwings gebucht hat, muss zunächst nicht mit einer Streichung seiner Verbindung rechnen: Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo verzichtet auf eine Verlängerung des Streiks. „Wir werden den Streik beenden“, sagte ein Ufo-Sprecher. Der Ausstand der Kabinengewerkschaft hatte am Montag begonnen und sollte drei Tage dauern. Allerdings hatte Ufo zwischenzeitlich eine Verlängerung angedroht.
Wie bereits an den beiden Vortagen mussten auch am Neujahrstag Tausende Passagiere bundesweit Einschränkungen hinnehmen. Am Mittwoch sollten mehr als 70 Flüge ausfallen, wie aus einer aktuellen Übersicht auf der Internetseite von Eurowings hervorgeht. In München waren es 18 Starts und 18 Landungen. Insgesamt wurden im Zuge des Streiks über 190 Verbindungen gestrichen. „Wir müssen erstmal nichts mehr beweisen“, sagte der Ufo-Sprecher mit Verweis auf die ausgefallenen Flüge.
Am kommenden Sonntag werde es ein gewerkschaftsinternes Treffen geben, um das weitere Vorgehen zu beraten. Bis zuletzt habe es keine Gespräche mehr mit der Arbeitgeberseite gegeben. Eurowings zieht ein gelassenes Fazit zu den Streiktagen. Man begrüße das Ende des Ausstands, sagte eine Sprecherin. Man habe die drei Tage wie geplant überstanden. „Alle Passagiere wurden frühzeitig informiert und die Flüge konnten rechtzeitig umgebucht werden.“ Niemand habe nichtsahnend am Flughafen stranden müssen.
Betroffen waren nicht ausschließlich Germanwings-Flüge, sondern vereinzelt auch andere Verbindungen von Eurowings. Die meisten Streichungen betrafen Inlandsflüge, aber auch einige internationale Verbindungen wurden abgesagt, etwa nach Wien und Zürich. dpa