BÖRSE

Weg zum Gipfel wird mühsam

von Redaktion

Die Krise der Nachrichtenmedien und ihrer traditionellen Geschäftsmodelle bedroht nach Einschätzung von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales die Demokratie. Ihm mache vor allem das Sterben des Lokaljournalismus in den USA und anderen westlichen Ländern Sorgen. Ohne die kontrollierende Funktion der Medien vor Ort gehe das Vertrauen in die demokratischen Institutionen verloren. Eine Folge sei die Zunahme von Korruption: „Wenn es keinen lokalen Journalismus mehr gibt, ist es gut, Schwager des Bürgermeisters zu sein und eine Baufirma zu haben“, sagte Wales am Rande der Innovationskonferenz DLD in München.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz erwartet einen Durchbruch für eine internationale Digitalsteuer bis Anfang Februar. „Wir sind jetzt fast da, diesen internationalen Konsens zu erreichen“, sagte der SPD-Politiker vor Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.

Der Dax hat sich auf hohem Niveau stabil gezeigt. Es fehlte an Impulsen, sein Rekordhoch vom Januar 2018 zu übertreffen, zumal die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen bleiben. Anders dagegen der MDax: Der Index der mittelgroßen Werte sprang gleich zum Handelsstart auf eine neue Bestmarke und legte am Nachmittag um 0,58 Prozent auf 28 836,25 Punkte zu. Zum Schluss verlor der MDax wieder auf 28 811 Punkte.

Der Leitindex Dax dagegen kam mit plus 0,17 Prozent auf 13 548,94 Punkte kaum vom Fleck. Seinen bisherigen Höchstwert hatte er vor zwei Jahren bei knapp unter 13 600 Punkten erreicht. „Momentan sieht es danach aus, als würden die letzten Meter hin zum Rekord am schwersten“, sagte Analyst Milan Cutkovic von AxiTrader mit Blick auf die mühsame Klettertour des Dax seit Jahresbeginn. Während die US-Börsen dank besser als erwarteter Unternehmenszahlen und der Annäherung an China im Handelsstreit immer neue Rekorde aufstellten, sei hierzulande weiter Geduld gefragt. Unter den Einzelwerten im Dax waren die Aktien der Lufthansa zusammen mit der Deutschen Bank schwächster Wert mit minus 2,0 bzw. minus 2,16 Prozent. Die Anteile der Deutschen Bank litten unter Skepsis angesichts der Ende Januar anstehenden Quartalszahlen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,26 auf minus 0,25 Prozent.  dpa

Artikel 2 von 6