IN KÜRZE

Audi: Kurzarbeit im Elektroauto-Werk

von Redaktion

Spekulationen über einen nahenden Milliardenvergleich im Glyphosatstreit haben den Aktienkurs des Pharma- und Agrarchemiekonzerns Bayer beflügelt. Mit einem Kursplus von mehr als drei Prozent gehörte das Unternehmen zu den größten Gewinnern im Dax. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf mit den Vergleichsverhandlungen vertraute Personen berichtet, dass der Leverkusener Konzern den seit Jahren schwelenden Streit um angebliche Krebsgefahren von Unkrautvernichtern mit dem Wirkstoff Glyphosat in den USA möglicherweise für zehn Milliarden Euro beilegen könne.

Die IG Metall will in der anstehenden Tarifrunde für die deutsche Metall- und Elektroindustrie auf eine konkrete Lohnforderung verzichten. Stattdessen solle mit den Arbeitgebern ein „Zukunftspaket“ ausgehandelt werden, wie der Erste Vorsitzende Jörg Hofmann am Freitag in Frankfurt erklärte. Die tarifgebundenen Firmen sollen sich bereit erklären, keine einseitigen Jobstreichungen oder Produktionsverlagerungen zu veranlassen. Statt Stellenstreichungen sollen kürzere Arbeitszeiten, Kurzarbeit und Weiterbildung greifen. Die Gewerkschaft setzte den Unternehmen eine Frist bis zum 3. Februar, ob sie auf ein entsprechendes Moratorium eingehen wollen.

Der Autohersteller Audi hat Kurzarbeit für seine Elektroauto-Fabrik in Brüssel angekündigt, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Freitag berichtete. Die Gewerkschaften seien außerdem darüber informiert worden, dass die Verträge von 145 Zeitarbeitnehmern nicht verlängert würden. Weitere 250 könnten folgen. Als Grund habe die Direktion Schwierigkeiten eines Zulieferers genannt, nötige Teile für den Einbau der Batterien in die Elektro-SUVs zu liefern, erklärten Arbeitnehmervertreter.

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