Die russische Regierung hat die Sberbank als höchst profitable und größte Bank des Landes gekauft. Sie nimmt damit mehr Einfluss auf das Institut und kann die Finanzströme im größten Land der Erde einfacher kontrollieren. Dem Kreml zufolge unterzeichnete Präsident Wladimir Putin am Mittwoch ein Gesetz zum Erwerb der Aktien. Das Finanzministerium hält demnach künftig mit 52,3 Prozent der Stammaktien eine Mehrheit an dem Geldinstitut. Bislang war die älteste Bank Russlands im Besitz der für die Bankenaufsicht zuständigen Zentralbank.
Die beispiellose fast vierwöchige Talfahrt am deutschen Aktienmarkt hat sich fortgesetzt. Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt nach wie vor für immense Unsicherheit. Der Dax rauschte um 5,56 Prozent auf 8441,71 Punkte abwärts. Die Stabilisierung am Vortag ist damit schon wieder Makulatur. Die Verluste seit Beginn des Börsen-Crashs im Februar summieren sich mittlerweile auf mehr als 5100 Dax-Punkte oder fast 40 Prozent. Der MDax fiel um 5,51 Prozent auf 17 909,40 Punkte. Erstmals seit fast vier Jahren war der Index der mittelgroßen Börsenwerte am Montag wieder unter die Marke von 20 000 Punkten gesunken. Europaweit und in den USA sah es nicht besser aus als hierzulande. Aktien von MTU brachen am Dax-Ende zwischenzeitlich um mehr als 20 Prozent ein. Damit hat der Kurs seit Beginn des Crashs gut 60 Prozent eingebüßt. Zum Handelsschluss lag das MTU-Minus bei 15,5 Prozent. Die zunehmende Einstellung des internationalen Flugverkehrs wegen des Virus lastet schwer auf dem Kurs des Triebwerkherstellers. Airbus-Aktien sackten zwischenzeitlich um über 19 Prozent ab und waren größter Verlierer im MDax. dpa