Erntehelfer-Portal „wird überrannt“

von Redaktion

Das Vermittlungsportal für Erntehelfer in der Corona-Krise ist nach Angaben der Bundesregierung gut angelaufen. Das Jobportal sei „schon am ersten Tag überrannt worden“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). Bis Dienstagabend hätten sich mehr als 16 000 Menschen gemeldet, die in der Landwirtschaft aushelfen wollten. Die Corona-Krise zeige, wie wichtig es sei, heimische Lebensmittelproduktion flächendeckend vor Ort zu haben, erklärte Klöckner. Bei Getreide, Kartoffeln oder Käse sei Deutschland Selbstversorger, Obst und Gemüse werde aber größtenteils importiert. Im Bayerischen Rundfunk bekräftigte Klöckner ihren Vorschlag, dass es möglich sein solle, auch Asylbewerber, die keine Arbeitserlaubnis haben, in der Landwirtschaft als Saisonkräfte einzusetzen, wenn sie dies wollen. Als Zwangsmaßnahme sei dies nicht zu verstehen, fügte Klöckner hinzu. Es gebe eine „ganz große Bereitschaft auch von vielen Personen, die Asylbewerber sind, endlich hier anpacken zu können“, sagte Klöckner. Allerdings müssten dafür noch die Gesetze geändert werden. Innenminister Horst Seehofer (CSU) habe zugesagt, „jetzt zu prüfen, wie wir das rechtlich machen können“.

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