IN KÜRZE

Dax-Konzerne hoffen auf Staatshilfe

von Redaktion

Der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble zählt zu den wenigen Konzernen, denen die Corona-Pandemie Zuwächse beschert. In den drei Monaten bis Ende März legten die Erlöse um fünf Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar (15,8 Mrd. Euro) zu, wie das Unternehmen mitteilte. Der Gewinn kletterte um sieben Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar (2,8 Mrd. Euro). Der Konzern mit Marken wie Pampers, Ariel, Lenor und Gillette profitierte davon, dass viele Menschen sich in der Corona-Krise im großen Stile mit Vorräten von Alltagsgütern wie Toilettenpapier oder Waschmittel eindeckten.

Der schwer angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof geht gerichtlich gegen die Schließung seiner Kaufhäuser in der Corona-Krise vor. Beim nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster ging ein entsprechendes Eilverfahren gegen die Coronaschutzverordnung ein, wie es am Freitag mitteilte. Eine gerichtliche Entscheidung wird es in dieser Woche aber noch nicht geben (Az. 13 B 484/20.NE).

Die Corona-Pandemie hat das Geschäft des VW-Konzerns schwer getroffen. Nach deutlichen Einbußen bereits im Februar meldete der größte Autohersteller der Welt auch für den März und das gesamte erste Jahresviertel deutliche Rückgänge. Die Auslieferungen sanken von Januar bis März gegenüber dem Vorjahreswert um 23 Prozent auf gut zwei Millionen Fahrzeuge. Wie Volkswagen berichtete, ging es vor allem im zurückliegenden Monat abwärts – die Konzernmarken wurden 37,6 Prozent weniger Wagen los als im März 2019.

Um Staatshilfen über den Stabilisierungsfonds der Bundesregierung zu bekommen, gibt es nach Angaben aus Koalitionskreisen bisher 20 Anfragen von Dax- und MDax-Konzernen. Wie es aus den Kreisen weiter hieß, berät die Bundesregierung derzeit über eine Verordnung, unter welchen Bedingungen genau der Staat sich notfalls an Unternehmen beteiligen kann. Im Gesetz heißt es, der Wirtschaftsstabilisierungsfonds diene der Stabilisierung von Unternehmen der Realwirtschaft, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort oder den Arbeitsmarkt in Deutschland hätte.

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