Frankfurt – Die Menschen in Deutschland haben vor dem Ausbruch der Corona-Krise so viel auf der hohen Kante gehabt wie nie. Das Geldvermögen der privaten Haushalte (Bargeld, Wertpapiere, Bankeinlagen sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen) summierte sich Ende des 4. Quartals 2019 auf den Rekordwert von rund 6458 Milliarden Euro. Das war ein Anstieg um 126 Milliarden Euro oder 2,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die Deutsche Bundesbank mitteilte.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war es mit 7,2 Prozent das stärkste Plus seit dem 1. Quartal 2004. Vor allem Sparfleiß und Aktiengewinne trugen zu dem Anstieg bei. Wie sich das Sparverhalten in der Corona-Krise entwickelt, lässt sich schwer vorhersagen. Manche Ökonomen rechnen damit, dass wegen steigender Arbeitslosigkeit weniger Geld zum Sparen übrig ist, andere damit, dass erst recht für die nächste Rezession gespart wird. dpa