BÖRSE

Leichte Erholung vor Quartalsberichten

von Redaktion

Die Corona-Pandemie bringt die US-Fluggesellschaft United Airlines tief in die roten Zahlen. Im ersten Quartal dürfte ein Verlust von 2,1 Milliarden Dollar (1,9 Mrd. Euro) vor Steuern anfallen, warnte das Unternehmen in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht.

Der Preis für Erdöl aus den USA ist am Montag weiter in die Tiefe gerauscht. An der Börse in London kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte WTI zur Lieferung im Mai nur noch 11,31 Dollar. Das war der niedrigste Stand seit 1998. Grund für den Fall des Ölpreises ist die geringe Nachfrage nach dem Rohstoff wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Lager in den USA sind zudem gut gefüllt. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 hatte der Ölpreis einen Höhepunkt von 114 Dollar erreicht.

Angesichts des massiv eingebrochenen Ölpreises fragen sich Autofahrer, warum die Kosten für Benzin und Diesel an den Tankstellen in Deutschland nicht im gleichen Maße sinken. Dies liegt an der Zusammensetzung des Endpreises an der Zapfsäule, bei dem Rohöl und dessen Weiterverarbeitung nur einen Teil ausmachen. Am stärksten schlagen nach Angaben des ADAC Steuern zu Buche, insbesondere die Energiesteuer von 65,45 Cent pro Liter Benzin und 47,04 Cent pro Liter Diesel.

Nach einem Auf und Ab am deutschen Aktienmarkt landete der Dax am Ende im Plus. Er schloss 0,47 Prozent höher bei 10 675,90 Punkten. In den kommenden Wochen veröffentlichen viele Unternehmen ihre Quartalsberichte. Anleger erhoffen sich dann mehr Klarheit über die Prognosen für den Rest des Jahres. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg ebenfalls um 0,47 Prozent auf 22 460,84 Punkte.

Aktien aus dem Gesundheits- und Versicherungssektor waren europaweit führend. Munich Re gewannen im Dax gut zweieinhalb Prozent, Allianz SE verteuerten sich um 1,16 Prozent. Fresenius SE und FMC legten noch kräftiger zu – wobei letztere Aktie mit einem Plus von rund 3,9 Prozent den Dax anführte. Daimler fährt nach dem Produktionsstillstand seine Werke wieder hoch. Die Papiere notierten dennoch 1,26 Prozent schwächer. Starke Auftragszahlen von Philips beflügelten insbesondere Aktien aus der Medizintechnikbranche. Im MDax legten Siemens Healthineers um fast drei Prozent sowie im SDax Drägerwerk zunächst um fast viereinhalb Prozent zu. Zum Handelsschluss neutralisierten Gewinnmitnahmen hier aber das Plus fast vollständig.

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