Österreich plant ab Mai Maskenpflicht für Kellner

von Redaktion

Wien – Österreich erarbeitet einen konkreten Plan, wie die Gastronomie im Lauf des Mai wieder öffnen kann. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte im TV-Sender CNN, „eine von mehreren Möglichkeiten“ sei es, dass das Personal in gastronomischen Betrieben ab Mitte Mai Masken tragen müsse.

Kurz will nur eine begrenzte Zahl von Personen gemeinsam an einem Tisch erlauben, zudem sollen weniger Tische ausreichend Abstand gewährleisten. Geöffnet werden dürfe dann auch abends, machte er deutlich. Flächendeckende Tests aller Gastro-Mitarbeiter seien „leider nicht machbar“. Später präzisierte er, dass die Maskenpflicht nur für das Personal, nicht für die Gäste gelten soll. Er sprach von einem Stufenplan: „Wir gehen immer in Zweiwochenschritten vor, damit wir sehen können, wie sich die Lage entwickelt und ob es wieder zum Anstieg der Infektionen kommt.“

Seit Tagen wird in Österreich die Debatte über eine Wiedereröffnung von Gastronomie und Hotellerie geführt – in Bayern, wo etliche Maßnahmen des Nachbarlands mit Zeitversetzung ähnlich übernommen wurden, verfolgt man das mit Neugier. In München betonte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag im Landtag, es gebe noch keinen Zeitrahmen für eine Wiedereröffnung der Lokale. Er deutete an, vor Pfingsten (Mitte Juni) werde er keine Lockerung zulassen. Die Gastronomie habe leider eine große Rolle bei der Ausbreitung gespielt, sagte Söder und nannte Starkbierfeste, Karneval sowie „das Après-Ski in Ischgl“.  mm/cd

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