IN KÜRZE

Öko-Auflagen für Auto-Hilfen

von Redaktion

Die Reiseveranstalter FTI und Alltours verlängern den Stopp aller Reisen bis zum 15. Mai. Damit reagiere man auf die aktuelle Situation und die Einschätzung der Bundesregierung zur Urlaubsplanung, teilte FTI mit. „Gäste, deren Urlaub damit leider nun nicht mehr stattfinden kann, erhalten in den kommenden Tagen schriftlich von uns alle Informationen zur Stornierung“, sagte FTI-Chef Dietmar Gunz. Bei alltours erhalten die Kunden laut Mitteilung ihre geleisteten Zahlungen wahlweise als Rückerstattung, als kostenlose Umbuchung oder als Gutschrift zurück.

Der Auto- und Lkw-Bauer Daimler will seine Hauptversammlung nun am 8. Juli abhalten. Diese werde online stattfinden und die Aktionäre würden noch fristgerecht eingeladen, sagte ein Daimler-Sprecher auf Nachfrage am Freitag. Am bisherigen Dividendenvorschlag von 0,90 Euro pro Aktie hält der Stuttgarter Konzern demnach weiter fest.

Der Chef der Rewe Gruppe, Lionel Souque, will für seine Touristiksparte DER keine Staatskredite in Anspruch nehmen. Rewe verliere dort zwar hunderte von Millionen Euro, brauche aber vorerst keine Hilfe, sagte Souque dem „Spiegel“. Das gelte auch, wenn alle Buchungen bis zum Jahresende storniert würden. Rivale Tui hingegen nimmt einen staatlichen Milliardenkredit in Anspruch.

Die IG Metall sieht in der Corona-Krise jeden vierten Betrieb in ihrem Organisationsbereich in massiven Liquiditätsproblemen. Zehn Prozent mit zusammen rund 130 000 Beschäftigten hätten bereits aktuell erhebliche Engpässe, sagte der Erste Vorsitzende Jörg Hofmann am Freitag in Frankfurt. Weitere 15 Prozent der Betriebe bekämen in den kommenden vier bis sechs Wochen massive Zahlungsprobleme.

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist wegen der Coronavirus-Pandemie im März fast um die Hälfte eingebrochen. Mit 105 196 Fahrzeugen seien 47,3 Prozent weniger zugelassen worden als im Vorjahresmonat, teilte der zuständige Branchenverband Acea mit. Bereits im Januar und im Februar waren die Zulassungszahlen rückläufig gewesen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will mögliche Hilfen für die Autobranche an ökologische Auflagen knüpfen. „Eine Innovationsprämie für Autohersteller zur Förderung von Autos mit alternativen Antrieben kann ich mir gut vorstellen. Sinnvoll wären auch Prämien für die Autoflotten sozialer Dienste, die auf E-Autos umsteigen.“

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