Fast 70 deutsche Unternehmen haben dazu aufgerufen, nach der Corona-Krise „mit einem Klima-Konjunkturprogramm unsere Wirtschaft krisenfester zu machen“. Initiiert wurde der Aufruf von der Stiftung 2 Grad. Beteiligt sind 68 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, darunter Thyssenkrupp, Allianz, Bayer, Eon, Puma, Otto und Telekom. Zusammen beschäftigen sie nach eigenen Angaben in Deutschland knapp eine Million und weltweit über drei Millionen Menschen. Die Unternehmen fordern, eine ambitionierte Klimapolitik zum „zentralen Bestandteil“ einer auf den wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der Corona-Krise zielenden Wirtschafts- und Industriepolitik zu machen.
Die Arbeitgeber in Deutschland haben eine weitere Lockerung der Corona-Beschränkungen für die Wirtschaft angeregt. „Denn wenn es weiterhin gelingt, die Infektionszahlen stabil zu halten, sollten wir auch über Öffnungen bei weiteren Verkaufsflächen, Restaurants und Cafés nachdenken, sofern die Abstands- und Hygieneregeln dort gewahrt werden können“, sagte Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, der „Passauer Neue Presse“.
Der Dax ist am Montag mit kräftigen Gewinnen in die verkürzte Handelswoche gestartet. Auftrieb gaben zunächst Quartalszahlen der Deutschen Bank sowie vom Schwergewicht Bayer. Kurz vor Handelsschluss kam der Autozulieferer Continental mit seinem aktualisierten vorläufigen Geschäftsbericht hinzu. Zudem gab es positive Nachrichten aus Japan. Der deutsche Leitindex schloss mit plus 3,13 Prozent auf 10 659,99 Punkten auf Tageshoch. Im Dax schlossen die Aktien der drei Unternehmen, die ihre Quartalszahlen vorgelegt hatten, auf Tageshoch. Die Anteilscheine der Deutschen Bank legten mit 12,7 Prozent besonders kräftig zu. Die Aktie von Bayer gewann 5,8 Prozent. Die Anteile von Continental gingen mit plus 6 Prozent aus dem Tag, nachdem der Autozulieferer seine bereits veröffentlichten vorläufigen Zahlen nochmals aktualisierte. Adidas legten dagegen nur um moderate 0,7 Prozent zu. Den Papieren der Lufthansa, die um 10,5 Prozent zulegten, half die Aussicht auf ein milliardenschweres Rettungspaket. Dabei gehe es um 9 bis 10 Milliarden Euro. Eine heftige Talfahrt erlebten am Nachmittag die Aktien von Wirecard. Nachdem es zeitweise um knapp 12 Prozent abwärts ging, erholten sie sich wieder. Am Ende stand ein kleines Plus von 0,5 Prozent zu Buche. Die Umlaufrendite sank von minus 0,46 Prozent am Freitag auf minus 0,47 Prozent.