In der Corona-Krise mit ihren negativen Auswirkungen auf den Ölmarkt sind die Spritpreise im April deutlich gefallen. Der Preis für einen Liter Super E10 sank im Monatsmittel auf 1,171 Euro pro Liter, wie der ADAC am Montag in München mitteilte. Das waren über elf Cent weniger als im März. Beim Diesel ging der Preis demnach um 7,2 Cent auf 1,082 Euro zurück. Benzin war zuletzt 2009 in der Finanz- und Wirtschaftskrise im Monatsdurchschnitt so günstig, erklärte der ADAC. Diesel war zuletzt im Jahr 2016 billiger als derzeit.
Die Zahl der Arbeitsschutz-Kontrollen in deutschen Betrieben ist weiter gesunken. Im Jahr 2018 machten die zuständigen Länderbehörden 167 000 Betriebsbesichtigungen, nachdem es 2017 knapp 183 000 gewesen waren – und 2008 mehr als 332 000. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Der Abstand bis zu einer erneuten Kontrolle eines Betriebs verlängerte sich im Schnitt auf 25 Jahre nach zuvor 22,5 Jahren – 2008 waren es keine 12 Jahre.
Die Furcht vor einem Wiederaufflammen des Handelskonflikts zwischen den USA und China hat den Dax am Montag auf Talfahrt geschickt. Als Belastung hinzu kamen die anhaltenden Sorgen über die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise. Der deutsche Leitindex schloss 3,64 Prozent tiefer bei 10 466,80 Punkten. Mit dem Kursrutsch zu Monatsbeginn verringerte sich der Erholungsgewinn des deutschen Leitindex seit dem Tief im virusbedingten Börsencrash Mitte März auf knapp 27 Prozent. Im Zuge des Absturzes im Februar und März hatte das deutsche Börsenbarometer zeitweise fast 40 Prozent eingebüßt.
Im Dax schlossen alle Aktien im Minus. Besonders hart traf es die Papiere des von der Corona-Krise schwer gebeutelten Triebwerkherstellers MTU, die am Index-Ende um mehr als neun Prozent einbrachen. Im Fokus standen ferner Aktien aus der Stahlbranche. So fielen die Anteilsscheine von Thyssenkrupp am MDax-Ende um mehr als 14 Prozent. Als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax sackten die Papiere von Klöckner & Co um rund 13 Prozent ab. Der Mobilfunkanbieter Freenet hat im Zuge der Corona-Krise seine Dividende für 2019 gestrichen. Für die Papiere ging es um gut acht Prozent abwärts. In den USA verlor der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss knapp 1 Prozent.
Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,50 Prozent am Donnerstag vor dem Mai-Feiertag auf minus 0,57 Prozent.