Frankfurt – Die schwer angeschlagene Lufthansa verhandelt nach eigenen Angaben mit der Bundesregierung über ein Rettungspaket in Höhe von neun Milliarden Euro. Im Gegenzug werde über eine Beteiligung des Staates in Höhe von bis zu 25 Prozent plus eine Aktie gesprochen, bestätigte die Lufthansa gestern kursierende Medienberichte. Der Bund strebt demnach einen Sitz im Aufsichtsrat des Konzerns an. Die Verhandlungen und der Prozess der politischen Willensbildung dauerten noch an, betonte die Lufthansa. Zudem werde weiter über Auflagen für die Fluggesellschaft gesprochen, darunter sei der Verzicht auf Dividendenzahlungen. Konzernchef Carsten Spohr hatte immer wieder vor einem zu großen Staatseinfluss gewarnt. Die Lufthansa müsse auch weiterhin „ihr Schicksal unternehmerisch gestalten können“.