Steaks und Würstchen unter Strom

von Redaktion

Elektrogrills können geschmacklich problemlos mit Kohle- oder Gasgrills mithalten, zeigt ein Test der Stiftung Warentest. Gute Stromer gibt es bereits ab 35 Euro.

Grillen auf dem Balkon oder im Garten steht heuer besonders hoch im Kurs. Doch muss es für Steaks oder Gemüse unbedingt ein mit Holzkohle oder Gas befeuertes Gerät sein? Nein. Die Stiftung Warentest lässt nach der Untersuchung von zwölf Elektromodellen keinen Zweifel daran, dass sich Stromer nicht verstecken müssen („test“-Ausgabe 5/2020). Elf Modelle in Preislagen zwischen 35 und 350 Euro erhielten die Note „gut“. Die Zensur „befriedigend“ – eigentlich 2,6 – gab es für das Unold-Modell 8555, weil sich Grillplatten verbogen. Das ist zwar unproblematisch für Betrieb und Sicherheit, hieß aber Punktabzug.

Terrasse, Balkon oder Küche?

Elektrogrills gibt es als Flächengrill mit Gestell sowie als Tischgrill. Kompakt und raucharm eignen sich die meisten Geräte auch für geschlossene Räume. Die Tester nahmen jeweils sechs Modelle unter die Lupe. Flächengrills haben oft eine Haube, die vor allem für Fisch vorteilhaft sein kann. Weil sie oft etwas sperrig sind, eignen sie sich eher für die Terrasse als für die Küche. Tischgrills sind meist sogenannte Kontaktgrills, bei denen das Fleisch zwischen zwei heißen Platten liegt. Sie lassen sich oft wie ein Laptop zu Flächengrills aufklappen und punkten bei Aufbau und Inbetriebnahme.

Saftige Steaks mit Grillstreifen

Mit Gas- und Kohlegrills halten die Stromer locker mit: Im Test sei darauf geachtet worden, ob Schweinenackensteaks eine ausreichende Kerntemperatur erreichen, wie saftig sie sind und wie die Grillstreifen auf ihnen aussehen. Fazit der Tester: „Die Elektrogrills müssen den Vergleich nicht scheuen.“

Die besten Elektrogrills im Test

Und damit überzeugten die einzelnen Kandidaten:

.  Preis-Leistungs-Sieger: Der Lidl Silvercrest (Note: 2,1). Er kostet 35 Euro und eignet sich laut „test“ als einziger auch sehr gut für Fischfilets.

. Der Heißeste: Der Weber Q1400 Stand (Note: 2,4). Mit rund 290 Grad erzeugt er eine Gasgrill-ähnliche Hitze, an der Haube wird er bis zu 180 Grad heiß. Mit 350 Euro zählt der Weber aber auch zu den teureren Modellen.

. Der Haltbarste: George Foreman 22460-56 (Note: 2,2). Unter den Grills mit Ständer und Haube ist er mit 90 Euro der beste und günstigste – und gleichzeitig der haltbarste Grill im Test.

. Der Schnellste: Tefal Optigrill GC702D (Note: 2,2). Das Produkt kostet 100 Euro und hat sechs automatische Programme, etwa für Steaks und grillt diese von allen Geräten im Test am schnellsten.

. Der Verdoppler: Tefal GC3080 (Note: 2,0). Das 80 Euro teure Gerät grillt von allen Produkten im Test am besten – aufgeklappt sogar die doppelte Menge.

. Das längste Kabel: Severin PG 8541 (Note: 2,4). Der Grill hat ein fast drei Meter langes Stromkabel und grillt laut „test“ fast durchweg gut. Preis: 117 Euro.

Stromkosten von maximal 28 Cent

Die Stromkosten der getesteten Grills liegen zwischen 12 und 48 Cent pro Grilleinsatz. Nicht nur für den Kauf, sondern auch für die Stromkosten gilt: „Mit den Geräten lässt sich gut und günstig grillen“, loben die Experten der Stiftung Warentest. bw/sh

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