BÖRSE

Banken die Kellerkinder

von Redaktion

Die Furcht vor den negativen Folgen schneller Lockerungen in der Corona-Krise hat den Dax wieder mit voller Wucht eingeholt. Der deutsche Leitindex ging mit minus 2,56 Prozent bei 10 542,66 Punkten aus dem Handel. Zuvor waren die US-Börsen am Vorabend abgerutscht und am Mittwoch nochmals ziemlich schwach in den Handel gestartet. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es etwas weniger stark um 1,15 Prozent auf 23 546,44 Punkte nach unten. Als Grund für die neuen Sorgen galten Warnungen des US-Immunologen und Regierungsberaters Anthony Fauci vor einer übertrieben schnellen Rückkehr zur Normalität in der Corona-Krise. Im Dax gab es am Ende keinen einzigen Gewinner. Unter den größeren Verlierern versammelten sich die konjunkturempfindlichen Aktien zum Beispiel aus der Auto- oder der Chemieindustrie. Ferner gehörten die 6,4 Prozent schwächeren Aktien der Deutschen Bank zu den Kellerkindern. Das Bankhaus treibt den durch die Corona-Krise vorübergehend auf Eis gelegten Stellenabbau wieder voran. Die Stimmung im deutschen Bankensektor wurde aber vor allem durch die Commerzbank eingetrübt. Ihre Aktien rutschten im MDax um sieben Prozent ab.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,50 auf minus 0,52 Prozent.

Artikel 2 von 5