München – Mehr öffentliche Aufträge, eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung sowie bessere Konditionen beim Handwerkerbonus: Geht es nach dem Bayerischen Handwerkstag (BHT), könnte der Staat mit diesen Maßnahmen kleine und mittlere Betriebe in der Corona-Krise stützen. „Zum ersten Mal in der Nachkriegszeit ist der Mittelstand in Bayern massiv gefährdet“, begründete BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl die Forderungen der Branche. Trotz Wiederhochfahren der Wirtschaft litten die kleinen und mittleren Handwerksbetriebe weiterhin unter den Folgen der Corona-Krise.
„Die Stärkung der Nachfrage darf sich nicht auf einzelne Industriesektoren beschränken“, mahnte Peteranderl. Ziel müsse es sein, in der Breite Wirkung zu erzielen. Damit spricht sich der Handwerks-Präsident gegen Forderungen der Autoindustrie aus, den Kauf von Neuwagen mit staatlich subventionierten Rabatten anzukurbeln. Stattdessen fordert Peteteranderl massive Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Auch müsse der ländliche Raum flächendeckend mit Breitbandanschlüssen und leistungsfähigem Mobilfunk ausgestattet werden. sh