Frankfurt/Berlin – Die Corona-Krise wird das Filialsterben bei Deutschlands Banken nach Einschätzung von Bankenpräsident Martin Zielke beschleunigen. „Wir werden nach dieser Krise viel mehr Menschen haben, die offener sind für andere Zugangs- und Vertriebswege. Der seit Jahren anhaltende Trend zur Digitalisierung wird einen großen Schub bekommen“, sagte der Commerzbank-Chef in seiner Funktion als Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). „Die Zahl der Filialen ist seit Jahren rückläufig. Hier wird es nochmal eine Beschleunigung geben. Dabei orientieren sich die Banken an den Bedürfnissen der Kunden.“ Zielke, der seit dem 22. April Präsident des Bankenverbandes ist, betonte: „Es gibt heute keine Bankenkrise – auch dank der Maßnahmen, die wir seit 2009 umgesetzt haben.“ Der Manager sagte weiter: „Wir haben wesentlich stabilere Banken als vor der Finanzkrise.“ dpa