Hannover – Vor den Verhandlungen über den geplanten Stellenabbau bei der Tui-Airline Tuifly bahnt sich ein heftiger Konflikt zwischen Belegschaft und Unternehmensführung an. „Den Plänen des Managements, massenhaft Personal freizusetzen, werden wir gemeinsam mit allen Mitteln entgegentreten und für jeden einzelnen Arbeitsplatz, egal an welcher Stelle unseres Unternehmens, kämpfen“, heißt es in einem internen Brief eines Krisenstabs der Arbeitnehmervertreter von Tuifly. Das Schreiben ist unter anderem unterzeichnet von Betriebsräten sowie von den Gewerkschaften Verdi und Vereinigung Cockpit (VC).
Am Freitag war bekanntgeworden, dass die Fluggesellschaft künftig auf etwa die Hälfte ihrer Jets verzichten und mindestens drei Basen dichtmachen will. Hunderte weitere Stellen könnten dabei abgebaut werden.
Die Mitarbeitervertreter von Tuifly hatten sich „aufgrund der akuten Bedrohungslage für unsere Airline und unsere Arbeitsplätze“ abgestimmt. „Alle Mitbestimmungsorgane und beide Gewerkschaften sind sich absolut einig darin, dass wir diese vollkommen überzogenen, ungerechtfertigten und vor allem von uns unverschuldeten Massenentlassungen mit maximalem Druck von unserer Seite beantworten werden müssen“, schrieben sie. Sie warfen dem Management vor, die Corona-Krise zumindest teilweise als Vorwand für die geplanten Kürzungen zu verwenden. dpa