Bonn – Um beim Netzausbau schneller voranzukommen, hat Telekom-Chef Tim Höttges einen Abbau von Bürokratie und Regulierung beim Netzausbau gefordert. „Wir sind ein völlig überbürokratisiertes Land“, sagte Höttges während der digitalen Hauptversammlung des Konzerns. Bei der anstehenden Neuauflage des Telekommunikationsgesetzes müssten klare Anreize für den Netzausbau geschaffen werden, außerdem müssten Genehmigungsverfahren deutlich vereinfacht werden. Besonders bei den dringend benötigten Funkmaststandorten an Bahngleisen hapere es oft an langwierigen Verfahren.
Neben der Schließung von Funklöchern und der Verlegung von Glasfaserkabeln fokussiert sich die Telekom beim Ausbau stark auf den superschnellen 5G-Standard. Bis Juli will das Unternehmen 40 Millionen Menschen mit 5G versorgen. 12 000 Antennen seien bereits aufgestellt, betonte Höttges. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass bislang die wenigsten Smartphones 5G-fähig sind.