BÖRSE

von Redaktion

Die Wohnungsbranche gehört zu den stabilsten Wirtschaftszweigen in der Corona-Krise. Deutschlands größter Vermieter Vonovia präsentierte starke Geschäftszahlen mit steigenden Gewinnen und einer positiven Prognose für die kommenden Monate. Die Aktie des Dax-Konzerns gehört zu den gefragtesten Papieren an der Börse. Am Mittwoch notiert sie mit mehr als 58 Euro so hoch wie nie zuvor. In den ersten sechs Monaten stieg die für Immobilienunternehmen wichtige Kenngröße FFO (Funds From Operations) von Vonovia im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 676,3 Millionen Euro.

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental ist wegen der Corona-Krise auch unter dem Strich tief in die Verlustzone gerutscht. Der Nettoverlust betrug zwischen April und Ende Juni 741,1 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. Vor einem Jahr hatte Conti noch 484,8 Millionen Gewinn gemacht. „Im Tal der schlimmsten Wirtschaftskrise der Autoindustrie seit dem Zweiten Weltkrieg haben wir besser abgeschnitten als unsere Märkte“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart. Im Gesamtjahr sollen die Fixkosten um insgesamt mehr als 5 Prozent zurückgehen, die Investitionen um mehr als 25 Prozent.

Der deutsche Aktienmarkt hat seine Vortagesverluste am Mittwoch abgeschüttelt. Der Dax stieg letztlich um 0,47 Prozent auf 12 660,25 Punkte. „Der Deutsche Aktienindex scheint bei 12 750 Punkten nach oben hin abgeriegelt. Obwohl der Nasdaq vorbörslich neue Rekordhochs ausbilden konnte, ging dem Dax heute in dem Bereich zum zweiten Mal in dieser Woche die Luft aus“, stellte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets fest. Vonovia schafften es am Mittwoch mit einem Anstieg von mehr als 3 Prozent erstmals in ihrer Geschichte über die 58-Euro-Marke. Milliardenschwere Zukäufe im Ausland und höherer Mieteinnahmen trieben im bisherigen Jahresverlauf die Gewinnentwicklung von Deutschlands größtem Immobilienkonzern an. Für die Deutsche Post ging es um 2,5 Prozent hoch. Händler lobten die Zahlen für das zweite Quartal als etwas besser als erwartet. Bei BMW dagegen reagierten die Anleger mit einem Kursrutsch von 3,5 Prozent enttäuscht auf die jüngsten Quartalszahlen. Dabei war das allgemeine Umfeld in der Autobranche eigentlich freundlich. die Umlaufrendite verharrte bei minus 0,55 Prozent.

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