Eine der größten Sammelklagen im VW-Dieselskandal ist am Freitag vom Landgericht Ingolstadt abgewiesen worden. Der Rechtsdienstleister Myright hatte sich die Schadenersatzforderungen von 2800 Audi-Käufern abtreten lassen und die VW-Tochter auf 77 Millionen Euro verklagt. Das Gericht erklärte die Abtretung aber für nichtig, weil der Vertrag die Käufer unzumutbar benachteilige (Az: 41 O 1745/18). Sollte einer der Käufer einen Vergleich widerrufen, wäre für ihn die gesamte Rechtsverfolgung nicht mehr kostenfrei, erklärte das Gericht.
Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat wegen der Corona-Krise im zweiten Quartal einen Verlust von 1,8 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) verzeichnet. Die Umsätze seien von April bis Juni um insgesamt 29 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 2,2 Milliarden gefallen, teilte das Unternehmen mit.
Die US-Behörden wollen die Regeln für chinesische Unternehmen an Börsen in den Vereinigten Staaten verschärfen. Künftig sollen die Prüfgesellschaften der Firmen den US-Aufsichtsbehörden Zugang zu ihren Berichten gewähren, forderte eine Arbeitsgruppe unter Leitung von US-Finanzminister Steven Mnuchin. Zudem sollen Anleger deutlicher auf die Risiken hingewiesen werden.
Die Auswirkungen der Corona-Krise haben für deutliche Verluste beim Autozulieferer ZF gesorgt. Das bereinigte operative Minus (Ebit) belief sich auf 177 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahreszeitraum lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern noch bei rund 650 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Verlust von 911 Millionen Euro.
Die Corona-Krise trifft auch den UV-Technologieanbieter Dr. Hönle. Der Umsatz des Unternehmens aus Gräfelfing sank in den ersten neun Monaten um fast 12 Prozent auf 71,7 Millionen, der operative Gewinn halbierte sich in etwa zwischen Oktober und Ende Juni auf 6,29 Millionen Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 4,74 Millionen Euro, ebenfalls fast ein Minus von 50 Prozent.
Die Finanzinvestoren Bain und Cinven wollen die Minderheitsaktionäre beim Arzneihersteller Stada gegen eine Barabfindung von 98,51 Euro je Anteil herausdrängen. Das gab der Konzern am Freitag in Bad Vilbel bekannt. Die von Bain und Cinven kontrollierte Nidda Healthcare GmbH hält rund 97,7 Prozent an Stada und hatte das Herauskaufen der übrigen Aktionäre schon lange geplant.