In der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Fischkonserven deutlich gestiegen. Im ersten Halbjahr habe es eine Vielzahl von „Extremkäufen“ gegeben, berichtete der Vorsitzende des Fischinformationszentrums, René Stahlhofen. In den Monaten Februar und März sei es bei Fischkonserven zu einem Nachfrageschub von bis zu 46 Prozent gekommen.
Das Gastgewerbe in Deutschland steckt trotz besserer Geschäfte im Juni weiter tief in der Corona-Krise. Im ersten Halbjahr brach der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 39,7 Prozent ein, nominal verbuchte die Branche ein Minus von 38,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein historischer Einbruch. Der Anstieg im Juni um fast 64 Prozent dürfte laut Branchenverband über die extrem schwierige Lage nicht hinwegtäuschen.
Vor dem Bundesverfassungsgericht ist ein Eilantrag gegen das Kohleausstiegsgesetz gescheitert. Das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe lehnte gestern den Antrag eines Unternehmens ab, der sich gegen die Höhe des Steinkohlezuschlags richtete. Das Gericht begründetet dies damit, dass eine Verfassungsbeschwerde von vornherein unzulässig wäre, weil die öffentliche Hand mit mehr als 50 Prozent an dem Unternehmen beteiligt sei.
Dank robuster Konjunkturdaten hat der Dax am Mittwoch seine Vortagesverluste wieder wettgemacht. Der deutsche Leitindex schloss 0,74 Prozent höher bei 12 977,33 Punkten. Die Anzeichen für eine Erholung der Industrie mehren sich, wie der Anstieg des Auftragsbestandes zeigte. Dennoch bewerten Marktbeobachter das Potenzial als begrenzt. Während es an den US-Börsen Rekorde zu beklatschen gebe, herrsche in Deutschland Sommerpause, schrieb etwa Marktexperte Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Klares Schlusslicht unter den 30 Dax-Konzernen waren die RWE-Aktien mit einem Minus von 4,6 Prozent. Der Stromkonzern hatte per Kapitalerhöhung zwei Milliarden Euro brutto eingenommen. Unter den Favoriten im MDax zogen die Papiere der Lufthansa nach der vorläufigen Einigung mit den Piloten um 3,7 Prozent an. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,48 Prozent am Vortag auf minus 0,49 Prozent.