Manipulation durch Stromhändler

von Redaktion

Bonn – Die Bundesnetzagentur hat gegen drei Stromhändler ein Bußgeldverfahren wegen des Verdachts der Marktmanipulation eröffnet. Die Aufsichtsbehörde prüft, ob die Händler im Juni vergangenen Jahres gezielt Strom an der Börse zu sehr hohen Preisen verkauft haben, ohne dass sie diesen Strom tatsächlich beschaffen oder ihn selber erzeugen wollten. An drei Tagen im Juni 2019 stand das deutsche Stromnetz erheblich unter Druck, weil zeitweise deutlich mehr Strom verbraucht wurde als erwartet. Die für die Stabilität der Versorgung verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber sprachen damals von einer sehr angespannten Situation. Die Stromversorgung habe nur mit einer Reihe von Notfallmaßnahmen gesichert werden können.

Die Bundesnetzagentur hat mehr als 100 Millionen Daten ausgewertet. In 21 Handelssituationen gebe es Anhaltspunkte dafür, dass durch Verkaufsgebote falsche Signale hinsichtlich des Angebots von Strom gesendet wurde.

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