BÖRSE

Banken: Brexit kann kommen Oetker übernimmt Lieferdienst Comdirect-Kauf abgeschlossen Linde: Wasserstoff aus Kalifornien Kräftiger Zuwachs vor US-Wahl

von Redaktion

Die Finanzbranche ist nach Einschätzung der Bundesbank insgesamt gut auf die Folgen des britischen EU-Austritts vorbereitet. „Auch wenn ein Rest an Unwägbarkeit bleibt, kann der Schalter jetzt umgelegt werden. Für den Bankensektor sind die größten Klippen im Großen und Ganzen umschifft“, stellte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling fest. „Regulierung, Aufsicht und Banken haben alles getan, um Störungen oder gar Turbulenzen am 1. Januar 2021 zu vermeiden. Aus unserer Sicht kann der Brexit daher kommen.“

Der Oetker-Konzern übernimmt den schnell wachsenden Getränke-Lieferdienst Flaschenpost. Die Kaufverträge seien vor wenigen Tagen unterzeichnet worden, teilte das Bielefelder Familienunternehmen mit. Laut dem Informationsdienst „Deutsche Startups.de“ beträgt der Kaufpreis eine Milliarde Euro.

Die Commerzbank hat die Integration der Direktbank Comdirect abgeschlossen. Die Verschmelzung ins Handelsregister der Commerzbank wurde am Montag eingetragen und somit wirksam, wie das Institut mitteilte. Damit endete formell die Börsennotierung der Comdirect. Die Aktien der verbliebenen Comdirect-Minderheitsaktionäre werden in den nächsten Tagen gegen eine Barabfindung von 12,75 Euro pro Aktie auf die Commerzbank übertragen.

Der Industriegase-Konzern Linde beginnt in Kalifornien mit der Produktion von Wasserstoff aus erneuerbarer Energie. Damit könnten dort täglich bis zu 1600 Fahrzeuge CO2-frei fahren, teilte der Weltmarktführer für Wasserstoff mit. Linde betreibe weltweit 80 Wasserstoff-Fabriken und rechne mit einer wachsenden Nachfrage nach klimafreundlich erzeugten Wasserstoff.

Zum ’Start der Woche der US-Präsidentschaftswahlen hat der Dax kräftig zugelegt. Der deutsche Leitindex stieg am Montag um 2,01 Prozent auf 11 788,28 Punkte. In der vergangenen Woche hatte er allerdings fast neun Prozent eingebüßt.

Auch die Bilanzsaison und Unternehmensnachrichten bewegten die Kurse. Durchwachsene Zahlen und ein relativ unspektakulärer Ausblick drückten auf die Papiere der Siemens-Abspaltung Healthineers. Sie büßten im MDax 0,5 Prozent ein. Im Dax setzten sich im späteren Handelsverlauf die Aktien der Deutschen Bank mit plus 5,0 Prozent vor die des Baustoffherstellers HeidelbergCement. Im MDax legten die Commerzbank-Papiere ebenfalls deutlich um 4,5 Prozent zu.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,63 Prozent am Freitag auf minus 0,62 Prozent.

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