BÖRSE

Alibaba-Kurs bricht massiv ein Allianz ändert Verträge für Betriebe K+S schreibt Milliarden ab Dax legt kräftig zu

von Redaktion

Die überraschende Absage des Börsengangs von Ant, dem Finanzarm des chinesischen Onlineriesen Alibaba, hat den Börsenkurs von Alibaba in New York und in Hongkong auf Talfahrt geschickt. In New York fiel der Kurs um 8,13 Prozent, in Hongkong brach er zum Handelsstart am Mittwoch um zehn Prozent ein, erholte sich danach aber leicht. Die Ant-Gruppe mit dem Internet-Bezahldienst Alipay hatte den für Donnerstag geplanten Börsengang vorerst abgesagt. Mit einem Volumen von umgerechnet fast 30 Milliarden Euro sollte der Börsengang von Ant in Shanghai und in Hongkong der größte aller Zeiten werden. Hintergrund für die Entscheidung ist offenbar Druck durch die Kontrollbehörden des Landes.

Nach zahlreichen Klagen zu den Kosten von Schließungen während der Corona-Pandemie will die Allianz ihre Verträge umstellen. Die Versicherung will die Bedingungen so ändern, dass künftig Fälle wie die generellen Schließungen während der Pandemie eindeutig ausgeschlossen sind. Seit dem 15. Oktober werden Kunden die neuen Verträge angeboten. Stimmen sie nicht zu, werden die laufenden Kontrakte zum Ende der Laufzeit gekündigt. „Wir kündigen nicht außerordentlich“, betonte er.

Der Düngerkonzern K+S rechnet mit einem geringeren Anstieg der Kalipreise und schreibt deshalb Milliarden ab. Ausgehend vom aktuellen Preisniveau erwarte K+S kurz- und mittelfristig zwar eine weitere Erholung. Langfristig dürften sich die Preise aber schwächer entwickeln als bisher gedacht. Daher sowie wegen höherer Kapitalkosten müsse im dritten Quartal eine Wertberichtigung von zwei Milliarden Euro erfolgen. Das Ergebnis werde entsprechend sinken.

Ungeachtet des ungewissen Wahlausgangs in den USA hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch deutlich zugelegt. Befürchtungen über eine neue Talfahrt der Börsen wegen eines unklaren Wahlergebnisses bewahrheiteten sich nicht. Marktexperten warnen dennoch: Die Schwankungen an den Aktienmärkten werden so lange hoch bleiben, bis klar ist, wer der neue US-Präsident ist. Der Dax schüttelte seine Anfangsverluste ab und gewann 1,95 Prozent auf 12 324,22 Punkte. Europaweit ging es ebenfalls nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 2,01 Prozent. Ähnliche Gewinne wurden in Paris und London verbucht. In den USA gewann der Leitindex Dow Jones zuletzt 2,6 Prozent und die technologielastigen Nasdaq-Indizes rund vier Prozent.

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