München – Der Fachkräftemangel führt in einigen Berufen seit einigen Jahren zu steigenden Einkommen. Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit verdienten beispielsweise Altenpflegerinnen und Altenpfleger im Jahr 2013 noch 2440 Euro, im Jahr 2019 waren es schon 3032 Euro im Monat.
Zwischen 2013 und 2019 steigen die Löhne laut IW im Schnitt um 2,4 Prozent jährlich. In Berufen, in denen Fachkräfte fehlen, gab es einen Aufschlag von 0,61 Prozent gegenüber Berufen mit ausreichend Personal.
In sieben von zehn Berufen mit dem größten Fachkräftemangel stiegen die Löhne deutlich stärker als die durchschnittlichen 15 Prozent. Im Fall der Altenpfleger waren es von 2013 auf 2019 runde 24 Prozent mehr Geld.
Allerdings gab es Ausnahmen: So stiegen die Löhne auch in Bereichen kräftig, in denen kein Mangel bestand. Zum Beispiel bekamen laut IW Fußpflege- und Kosmetikfachkräfte 30 Prozent mehr. Auf der anderen Seite stiegen die Löhne trotz Fachkräftemangel etwa bei Lokführern und Brandschutzfachleuten nur unterdurchschnittlich.