BÖRSE

Schadsoftware Emotet unschädlich Homeoffice gut für Microsoft-Gewinn Hoher Verlust für AT&T Dax zeitweise unter 13 500 Punkte

von Redaktion

Deutsche Ermittler haben die Infrastruktur der als weltweit am gefährlichsten geltenden Schadsoftware „Emotet“ übernommen und zerschlagen. Dies sei im Rahmen einer international konzertierten Aktion gelungen, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt (BKA) mit. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hatte „Emotet“ schon 2018 als gefährlichste Schadsoftware der Welt bezeichnet, weil sie zahlreiche Angriffsmöglichkeiten bot und den Angreifern so etwa Lösegelderpressung zur Herausgabe von Daten ermöglichte.

Der US-Softwareriese Microsoft hat seine Einnahmen dank des anhaltenden Trends zum Homeoffice in der Corona-Pandemie im abgelaufenen Quartal deutlich steigern können. Der Gewinn belief sich auf 15,5 Milliarden Dollar (12,8 Milliarden Euro), wie der Konzern berichtete. Dies seien 33 Prozent mehr als im letzten Quartal 2019. Der Umsatz erhöhte sich um 17 Prozent auf 43,1 Milliarden Dollar (35,5 Milliarden Euro).

Der US-Telekomkonzern AT&T hat im vierten Quartal wegen des harten Konkurrenzkampfs auf dem US-Fernseh- und Videomarkt einen Milliardenverlust eingefahren. Weil der Konzern seine Videogeschäfte in eine eigene Sparte umgliederte und die Chancen im Heimatmarkt deutlich schlechter einschätzt, musste AT&T allein in diesem Segment 15,5 Milliarden Dollar an Wertberichtigungen vornehmen. Unter dem Strich stand so im vierten Quartal ein Nettoverlust von 13,9 Milliarden Dollar, nach 2,4 Milliarden Dollar Gewinn im Vorjahresquartal.

Auch zur Wochenmitte haben sich die starken Kursschwankungen am deutschen Aktienmarkt fortgesetzt. Nach deutlichen Einbußen zum Wochenstart und kräftigen Gewinnen am Dienstag sackte der Dax wieder merklich ab.

Am Nachmittag fiel der deutsche Leitindex sogar kurzzeitig unter die Marke von 13 500 Punkten. Letztlich verlor er 1,81 Prozent auf 13 620,46 Punkte. Der M-Dax der mittelgroßen Börsenwerte fiel um 0,70 Prozent auf 31 341,52 Zähler.

Im Dax waren die Papiere des Essenslieferanten und Pandemie-Krisengewinners Delivery Hero mit einem Minus von 4,8 Prozent am schwächsten. Im Fokus standen aber eher Unternehmen aus der zweiten Reihe mit Quartalszahlen und Eckdaten für 2020 sowie einige Aktien, die mit hohen Kursaufschlägen auffielen. Ein Kursplus von 7,4 Prozent verbuchten die Titel von Software AG.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,57 Prozent am Vortag auf minus 0,56 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 146,12 Punkte.

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