München – Erfolgreiche Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft sind in Deutschland selten. Ein Forschungsprojekt hat nun erstmals untersucht, welche psychologischen Faktoren die Gründungsprozesse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beeinflussen. Sie zeigt, dass es diesen oft schwerfällt, aus einer forschenden eine unternehmerische Denkweise zu entwickeln. Vielen Gründungsteams gelingt es zudem nicht, mit klaren Arbeitsprozessen die Expertise ihrer Teammitglieder zu nutzen.
Helfen können spielerische Formate wie Makeathons und psychologische Coachings. Wissenschaftler entwickeln viele Ideen und Technologien, die das Potenzial für neue Produkte und Dienstleistungen haben. Damit wären sie ideale Kandidaten für die Gründung eines Start-ups. Dennoch gelingen in Deutschland nur wenige Ausgründungen aus der Wissenschaft. In Makeathons entwickeln Teams über einen Zeitraum von drei Tagen bis zwei Wochen eine unternehmerische Idee und ein Produkt, wobei sie von Coaches begleitet werden. Erfolgreiche Gründungsteams schaffen es, Wissen aus verschiedenen Disziplinen mithilfe klarer Arbeitsprozesse und fest vereinbarter Austauschformate zusammenzuführen. Das Coaching sollte frühzeitig für typische Herausforderungen wie Selbstmanagement, Zeitmanagement, Führung oder gewaltfreie Kommunikation sensibilisieren und Methoden für eine professionelle Zusammenarbeit vermitteln. cv