Die Comdirect schafft das kostenlose Girokonto ohne Bedingungen ab. Wenige Tage nachdem der seit Januar amtierende Commerzbank-Chef Manfred Knof ein neues Preismodell bei der Online-Bank angekündigt hat, machte die zur Commerzbank gehörende Comdirect am Montag ihre neuen Konditionen öffentlich. Demnach ist ein Girokonto bei der Comdirect sechs Monate nach Eröffnung nur noch dann kostenlos, wenn eine der drei folgenden Bedingungen erfüllt ist: Monatlicher Geldeingang von 700 Euro, drei Zahlungen via Apple Pay beziehungsweise Google Pay oder mindestens eine Wertpapiertransaktion. Ansonsten verlangt die Bank pro Monat 4,90 Euro Kontoführungsgebühr. Für Studenten, Praktikanten und Azubis unter 28 Jahren ist das Konto kostenlos. Für Bestandskunden der Comdirect gelten die neuen Bedingungen vom 1. Mai 2021 an.
Angesichts der Turbulenzen in der Autobranche hat der Autozulieferer ZF das vergangene Jahr mit einem dicken Minus abgeschlossen. Wie das Friedrichshafener Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte, sanken die Erlöse um rund elf Prozent auf 32,6 Milliarden Euro. Zum Nettoergebnis machte der Konzern noch keine konkreten Angaben, kündigte jedoch an, dass es „deutlich negativ“ ausfallen werde.
Wachstumshoffnungen und erfreuliche Unternehmensnachrichten haben dem deutschen Aktienmarkt am Montag Gewinne beschert. Der Leitindex Dax legte um 0,42 Prozent auf 14 109,48 Punkte zu. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte stieg auf ein Rekordhoch und schloss 0,95 Prozent höher bei 32 905,80 Punkten. Der Konjunkturoptimismus der Anleger spiegelte sich unter anderem in den europaweit sehr festen Sektoren Rohstoffe und Öl wider, die von Preisanstiegen etwa bei Rohöl, Kupfer und Eisenerz profitierten. Hierzulande griffen Investoren bei Stahlwerten zu: Salzgitter gewann 3,7 Prozent, Thyssenkrupp 4,3 Prozent hinzu.
Aber auch Aktien aus der Banken- und Luftfahrtbranche waren gefragt. So sicherten sich Deutsche Bank und MTU mit Anstiegen von jeweils mehr als zwei Prozent die beiden ersten Plätze im Dax.
Unter den Favoriten im MDax zogen die Papiere von Lanxess um gut vier Prozent an. Der Spezialchemiekonzern baut sein Geschäft rund um Desinfektions- und Konservierungsmittel mit einer Übernahme in den USA aus. 1&1 der künftig vierte Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland gewann an der Spitze des Nebenwerteindex SDax 6,5 Prozent, die Muttergesellschaft United Internet legte im MDax um 2,7 Prozent zu.