München – Die Arbeitgeber der bayerischen Metall- und Elektroindustrie wollen die Tarifentgelte erst nächstes Jahr erhöhen – nach einer Nullrunde im laufenden Jahr. Die Verhandlungsführerin des Verbandes, Angelique Renkhoff-Mücke, sagte nach der dritten Verhandlungsrunde: „2021 gibt es keinen Verteilungsspielraum.“ Der bayerische IG-Metall-Chef Johann Horn zeigte sich enttäuscht und sagte: „Die Vorbereitungen für Warnstreiks nach Ende der Friedenspflicht am 2. März laufen.“ Die dritte Tarifrunde wurde ohne substanzielle Annäherung und ohne neuen Termin beendet.
Die Gewerkschaft fordert vier Prozent mehr Geld für die 840 000 Beschäftigen der Branche in Bayern – wo es in einem Betrieb schlecht läuft, in Form von Lohnausgleich bei einer Senkung der Arbeitszeit.
Die Arbeitgeber bieten eine nicht bezifferte Einmalzahlung in der ersten Jahreshälfte 2022 und eine Tariferhöhung in der zweiten Jahreshälfte 2022. Obendrein fordern sie, dass Betriebe in der Krise bei bestimmten Kennzahlen automatisch vom Tarifvertrag abweichen können. dpa