Impfstoff-Produktion beflügelt Dermapharm

von Redaktion

München – Das Unternehmen stand lange in erster Linie mit seiner Marke Tiroler Nussöl in Verbindung. Ein guter Traditionsname, doch kaum geeignet für die stürmische Entwicklung, die die Grünwalder Dermapharm Holding im vergangenen Jahr hingelegt hat: 13,3 Prozent Umsatzplus auf 794 Millionen Euro. Und fast ein Viertel des Umsatzes – 184,5 Millionen Euro – wurden als Gewinn vor Steuern und Abschreibungen verbucht. Längst ist das Sonnenschutzmittel nur noch ein kleiner Teil des durch Zukäufe und Kooperationen erweiterten Portfolios. Das im S-Dax gelistete Unternehmen hat ein breites Sortiment an Arzneimitteln im Programm. Und es produziert seit Oktober 2020 in seinem Werk in Brehna (Sachsen-Anhalt) den Covid-19-Impfstoff von Biontech, ab Anfang Mai soll das auch in seinem Werk in Reinbek bei Hamburg geschehen. Damit habe Dermapharm gezeigt, dass man „am Standort Deutschland schnell und zielgerichtet auf Veränderungen reagieren und Chancen für sich nutzen kann“, sagt der Vorstandsvorsitzende Hans-Georg Feldmeier.

Entsprechend sind die Aussichten fürs laufende Jahr: Der Konzernumsatz von Dermapharm soll um 24 bis 26 Prozent steigen, das Ergebnis sogar um 45 bis 50 Prozent.  mm

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