IN KÜRZE

Bis zu 50 Millionen für Tandler-Tochter China übertrifft alle Erwartungen Unicredit schreibt wieder Gewinne Gewinnabführung belastet Osram

von Redaktion

Andrea Tandler, Tochter des früheren CSU-Generalsekretärs und Ministers Gerold Tandler, soll mit der Vermittlung von Maskendeals im Zuge der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr ein hohes Millionenhonorar verdient haben. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, die Unternehmerin, die in Grünwald eine PR-Firma betreibt, habe von der Schweizer Handelsgesellschaft Emix eine Provision erhalten, die zwischen 34 und 51 Millionen Euro liegen dürfte. Tandler hatte im März 2020 für Emix den Kontakt zum Bundesgesundheitsministerium sowie zu den Landesregierungen von Bayern und Nordrhein-Westfalen hergestellt. Es ging um die Lieferung von Schutzausrüstung, vor allem FFP2-Masken. Unterstützt wurde sie dabei von Monika Hohlmeier, der CSU-Europaabgeordneten und Tochter von Franz Josef Strauß. Hohlmeier soll zwar mit Kontakten geholfen, dafür aber kein Geld bekommen haben. An dem Geschäft verdient haben soll lediglich Tandler. Dem Bericht zufolge handelte sie an Honorar und Provision eine Summe zwischen 5 und 7,5 Prozent des Gesamtdeals aus. Der soll ein Volumen von über 680 Millionen Euro gehabt haben.  mb

Mit der Erholung der Weltwirtschaft und steigendem Konsum der eigenen Bevölkerung sind die Exporte und Importe Chinas im April kräftig gewachsen. Die Ausfuhren legten um 32,3 Prozent zu. Analysten hatten mit rund 24 Prozent gerechnet. Die Einfuhren wuchsen sogar um 43,1 Prozent, das war der steilste Anstieg seit Anfang 2011.

Die italienische Großbank Unicredit ist im ersten Quartal dank eines starken Handelsgeschäfts, höherer Gebühreneinnahmen und einer gesunkenen Risikovorsorge für faule Kredite in die Gewinnzone zurückgekehrt. Unterm Strich stand ein Gewinn von 887 Millionen Euro, wie die Bank mitteilte.

Der vom österreichischen Sensorspezialisten AMS übernommene Lichtkonzern Osram hat seine Erholung im ersten Geschäftshalbjahr fortgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um gut ein Drittel auf 282 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stand aber ein Ergebnis nach Steuern von minus 323 Millionen Euro. Osram begründete dies mit einem Ertragssteueraufwand von 335 Millionen Euro aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit AMS.

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