IN KÜRZE

Schlecker-Insolvenz: Kein Ende in Sicht Flughafen Hahn sucht Mitarbeiter Handwerk: Chancen durch Klimaschutz Gründer von s.Oliver erwägt Verkauf

von Redaktion

Das Insolvenzverfahren der früheren Drogeriemarktkette Schlecker zieht sich weiter in die Länge. „Aktueller Kern des Verfahrens sind nach wie vor die kartellrechtlichen Klagen, die beim Bundesgerichtshof anhängig sind“, teilte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mit. Geiwitz verlangt von Drogerieartikel-Herstellern rund 212 Millionen Euro Schadenersatz. Schlecker soll vor der Insolvenz jahrelang zu viel bezahlt haben, weil sich die Hersteller abgesprochen hatten.

Der Flughafen Frankfurt-Hahn im Hunsrück sucht mehr Personal. „Wir werden zusätzliche zukunftsfähige Arbeitsplätze in allen Bereichen schaffen“, sagte Betriebsleiter Christoph Goetzmann. Hahn sei in der Pandemie der Flughafen in Deutschland mit den höchsten Zuwachsraten in der Fracht. „Unsere Mitarbeiter, insbesondere in der Flugzeugabfertigung, leisten Außerordentliches.“ Dagegen liegt die Zahl der Passagiere immer noch deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie. Der einstige US-Fliegerhorst profitiert vom Boom des Online-Handels und von Container-Engpässen im Seeverkehr.

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer sieht für die Branche ein zunehmendes Marktpotenzial beim Klimaschutz. Er fordert mehr Anreize, damit Bürger mehr Mittel für Energieeffizienz einsetzen. Wollseifer sagte: „Dann wird mehr an Energie und an Emissionen eingespart, indem die Häuser energieeffizienter werden, von der Solaranlage bis zur Wärmepumpe. Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks sagte: „Es ist existenziell, dass wir den Klimaschutz mehr ins Blickfeld rücken und beherzter angehen.“

Der Gründer der bayerischen Mode-Marke s.Oliver, Bernd Freier, denkt über einen Verkauf nach. „Ich denke darüber nach, was meinen Kindern und Enkeln mehr nutzen würde. Eine Firma, die sie verwalten müssten. Oder ein Vermögen, resultierend aus einem Verkauf“, sagte der 74-Jährige dem „Spiegel“. Freier hatte das Unternehmen 1969 gegründet und leitete es rund 50 Jahre lang. Seit 2019 ist Claus-Dietrich Lahrs Chef der Firma mit Sitz in Rottendorf bei Würzburg. Freier verpflichtete sich damals, sich aus dem Tagesgeschäft herauszuhalten.

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