Evergrande-Aktie ausgesetzt

von Redaktion

Shenzhen/Hongkong – Die Aktien des hoch verschuldeten chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande sind am Montag vom Handel an der Hongkonger Börse ausgesetzt worden. Dies teilte die Börse ohne weitere Angaben von Gründen mit.

Evergrande hat Schulden von mehr als 300 Milliarden US-Dollar (266 Milliarden Euro) angehäuft, zumeist unter heimischen Investoren. Der Aktienkurs des Immobilienentwicklers war im vergangenen Jahr um nahezu 90 Prozent eingebrochen. Schon seit geraumer Zeit gibt es Sorgen um die Zahlungsfähigkeit von Evergrande. Für das Unternehmen standen etwa vergangenen Dienstag Zinszahlungen auf ausländische Anleihen in Höhe von 255 Millionen US-Dollar aus, wobei noch eine marktübliche Nachfrist gilt.

Laut chinesischen Berichten wurde Evergrande zudem von den Behörden angewiesen, ein riesiges Wohnprojekt mit insgesamt 39 Apartmentgebäuden auf der südchinesischen Insel Hainan innerhalb von zehn Tagen abzureißen. Das Immobilienprojekt, das sich auf einer Gesamtfläche von knapp 435 000 Quadratmetern erstrecken soll, wurde demnach illegal errichtet.

Zuletzt stufte neben Fitch auch Standard & Poor’s als zweite internationale Rating-Agentur die Kreditwürdigkeit von Evergrande herunter – auf Kreditausfall in einigen Bereichen und damit eine Stufe vor dem kompletten Zahlungsausfall.  dpa

Artikel 2 von 9