Berlin – Über die Aufteilung der CO2-Heizkosten zwischen Mietern und Vermietern bahnt sich Streit in der Ampel-Koalition an. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Lukas Köhler forderte Nachbesserungen eines Stufenmodells, das federführend das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium erarbeitet hat. „Mit einer fairen Aufteilung des CO2-Preises zwischen Mietern und Vermietern wollen wir das Verursacherprinzip im Klimaschutz noch weiter stärken“, sagte Köhler. „Ein Stufenmodell ist dafür grundsätzlich sehr geeignet. Der konkrete Vorschlag des Bundeswirtschaftsministers ist allerdings noch weit von einem einigungsfähigen Konzept entfernt.“ Das Problem ist die Frage nach dem richtigen Verteilungsschlüssel. Köhler gegenüber unserer Zeitung: „Wir hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, dass die Kostenaufteilung anhand der Energieeffizienzklasse bemessen wird, nicht am CO2-Ausstoß pro Quadratmeter. Diese Daten müsste man mühsam erheben, was weitere Kosten verursacht. Die Energieeffizienzklassen kennen wir bereits.“ Dennoch soll sich die Entlastung der Mieter nicht verzögern: „Das fertige Stufenmodell wollen wir wie geplant zum ersten 1. Juni 2022 vorlegen.“ mas/dpa