IN KÜRZE

Baywa schraubt den Gewinn hoch Hacker-Angriff bremst Toyota aus Thermomix leidet unter Chip-Engpässen Erste Funklöcher werden gestopft Gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt

von Redaktion

Der Münchner Mischkonzern Baywa profitiert von seinem breit aufgestelltem Geschäftsmodell und hat 2021 besser abgeschlossen als erwartet. Der Jahresumsatz stieg um ein Fünftel auf 19,8 Milliarden Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Noch stärker legte das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen zu und zwar um ein Viertel auf 266,6 Millionen Euro. Für das abgeschlossene Jahr soll an die Baywa-Aktionäre pro Aktie 1,05 Euro ausgeschüttet werden – 5 Cent mehr als zuvor.

Der japanische Autokonzern Toyota stoppt offenbar wegen eines Cyberangriffs auf einen seiner Zulieferer die Produktion in all seinen japanischen Werken. In den insgesamt 14 Fabriken würden am Dienstag die erste und die zweite Schicht ausfallen, teilte Toyota am Montag mit. Grund sei ein „Systemzusammenbruch“ bei einem Zulieferer. Die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtete, Grund sei ein Hackerangriff. Das wollte Toyota zunächst nicht bestätigen.

Die weltweiten Engpässe bei Halbleitern treffen auch die Produktion der Küchenmaschine Thermomix. „Leider bremst der Chipmangel temporär die Produktion des Thermomix“, sagte der Chef der Herstellerfirma Vorwerk, Thomas Stoffmehl, dem „Handelsblatt“ vom Montag. Vorwerk müsse die Herstellung drosseln und „punktuell Schichten absagen“. Im Thermomix-Werk in Frankreich würden die Bänder einige Tage stillstehen, nicht aber im Werk Wuppertal.

Die bundeseigene Mobil-funkinfrastrukturgesellschaft kommt mehr als ein Jahr nach ihrer Gründung mit ihrer Arbeit gegen Funklöcher voran. Die in Naumburg an der Saale ansässige MIG gab am Montag bekannt, dass sie einen ersten Förderaufruf gemacht hat. Für eine Gegend im Bayerischen Wald sucht sie nun ein Unternehmen, das einen Funkturm baut und betreibt. Dafür gibt es Fördergeld. Der Mast wird den Angaben zufolge frühestens Ende 2023 fertiggestellt. Es wäre das erste Mal, dass ein Funkloch mit Geld aus einem 1,1 Milliarden Euro schweren Fördertopf des Bundes geschlossen würde.

Die Aussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben sich im Februar weiter verbessert. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg um 1,8 Punkte auf 104,4 Punkte und liegt damit im positiven Bereich. Nach den starken Rückgängen seit Sommer 2021 sei dies der zweite Anstieg in Folge, teilte das IAB mit. Allerdings seien mögliche Auswirkungen des Ukraine-Konflikts darin noch nicht abgebildet, da der Befragungszeitraum für das Barometer Mitte Februar endete.

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