Am zweiten Tag in Folge hat die Aktie des saudischen Ölkonzerns Aramco am Donnerstag Höchststände erreicht. Der Kurs lag zwischenzeitlich bei 45 Riyal (10,83 Euro). Bei Handelsschluss stand der Kurs der Aramco-Aktie bei 44,30 Riyal. Hintergrund ist der Ölpreis, der wegen des Ukraine-Kriegs stark steigt. Saudi-Arabien ist der weltweit größte Ölexporteur und der größte Anteilseigner von Aramco.
Die Bundesregierung legt wegen der Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Krieg ein Kreditprogramm für betroffene deutsche Firmen auf. Mit Krediten von der staatlichen Förderbank KfW könnten die Unternehmen von den guten Zinsbedingungen des Staates profitieren, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Das Konzept werde im Kern aus der Corona-Pandemie übernommen.
Die Autoverkäufe in Deutschland kommen nur langsam in Gang. Im Februar wurden 200 512 Pkw neu zugelassen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt berichtete. Das waren 3,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, aber deutlich weniger als vor der Corona-Krise. Viele Autobauer können trotz vieler Bestellungen nicht so viel fertigen, wie sie möchten, weil Halbleiter knapp sind. Zunehmend bremst auch der Krieg in der Ukraine. Bei Volkswagen und BMW etwa fehlen Zulieferteile aus der Westukraine, was zu Produktionsausfällen führt.
Nach einer kurzen Stabilisierung ist der Dax am Donnerstag in die Verlustzone gerutscht. Der deutsche Leitindex büßte am Nachmittag ein und sank von 14 037,29 auf 13 691,57 Punkte. Seit Anfang Januar, als der Index nur knapp unter dem Rekordhoch aus dem November geblieben war, beläuft sich der Kursrückgang damit auf knapp 15 Prozent beziehungsweise mehr als 2500 Punkte. Beim zuletzt starken Versorger RWE und dem im MDax gelisteten Branchenkollegen Uniper standen indes Verluste von über neun beziehungsweise fast 19 Prozent zu Buche. Börsianer führten diese auf den Krieg in der Ukraine zurück. Vor allem Uniper sei ein bedeutender Importeur von Erdgas aus Russland, heißt es im Handel. Mit der fortgesetzten Auseinandersetzung und den einschneidenden Sanktionen gegen Russland seien folglich unmittelbar operative Risiken für den Stromerzeuger verbunden. Der Krieg in der Ukraine und steigende Energiepreise belasten den Aktienmarkt weiterhin. Als einziger Dax-Titel konnten die Papiere des Pharma- und Spezialchemieherstellers Merck ein Plus verbuchen. Die Aktie stieg um 1,24 Prozent. Der Euro sank auf 1,1071 US-Dollar.