IN KÜRZE

Haftbefehl gegen Autoboss Ghosn Bayerische Drohnen in der Ukraine Thailand kippt letzte Corona-Regeln BSI-Präsident will Hacker hacken

von Redaktion

Die französische Justiz hat einen Haftbefehl gegen Ex-Autoboss Carlos Ghosn erlassen, der sich nach einer spektakulären Flucht im Libanon aufhält. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, seien im Zuge von Ermittlungen wegen einer mutmaßlichen Veruntreuung von Geldern und Geldwäsche fünf Haftbefehle ausgestellt worden. Diese richteten sich außer gegen Ex-Nissan-Chef Ghosn gegen die aktuellen und ehemaligen Leiter einer Automobilhandelsfirma im Oman, Suhail Bahwan Automobiles.

Die bayerische Firma Quantum Systems liefert Überwachungs-Drohnen für Ukraine. „Unsere ersten Drohnen sind tatsächlich bereits in der Ukraine“, sagte Firmenchef Florian Seibel dem Redaktions-Netzwerk Deutschland. Weitere Lieferungen seien für die nächsten Tage geplant. Die Vector-Drohne fliege bis zu zwei Stunden und liefere hochauflösende Echtzeitvideos. „Die ukrainische Armee will mit den deutschen Drohnen in bevorstehenden Gefechten ihr Artilleriefeuer optimieren“, hieß es. Firmenchef Seibel sagte dem RND, amerikanische Spezialeinheiten hätten vor Kurzem Vector-Drohnen im Wert von 7 Millionen Euro bestellt, die Bundeswehr habe vergangene Woche acht Drohnen bestellt.

Im Bemühen um eine Wiederbelebung des angeschlagenen Tourismussektors nach der Corona-Pandemie kippt Thailand auch die letzten Restriktionen für geimpfte Touristinnen und Touristen. Ab Anfang Mai benötigen alle vollständig gegen das Coronavirus geimpften Einreisenden keinen negativen PCR-Test mehr und müssen sich auch nicht mehr in Erwartung von Testergebnissen isolieren, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Nötig sind dann nur noch Nachweise einer vollständigen Impfung und einer Krankenversicherung.

Der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, hat sich dafür ausgesprochen, dass die Behörden nach Cyberangriffen zum Gegenschlag ausholen. Im Falle eines Angriffs etwa auf die Bundesregierung, die Bundesverwaltung oder auf kritische Infrastrukturen in Deutschland gehe es auch darum, Datenströme zu unterbinden und den Zugriff der Angreifer zu beenden, sagte Schönbohm den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. In ihrem Koalitionsvertrag haben die Ampelparteien dagegen festgehalten, Gegenangriffe – sogenannte Hackbacks – als Mittel der Cyberabwehr grundsätzlich abzulehnen.

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