Wiesbaden – Im deutschen Einzelhandel sind im April die Umsätze eingebrochen. Bereinigt um Saison- und Preiseffekte sanken die Erlöse um 5,4 Prozent im Vergleich zum März, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Nominal betrug der Rückgang 4,7 Prozent. Im Lebensmitteleinzelhandel registrierten die Statistiker mit minus 7,7 Prozent den schärfsten realen Umsatzrückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat blieben die Umsätze 6,5 Prozent zurück. Das Bundesamt vermutet die um 8,6 Prozent gestiegenen Lebensmittelpreise als Grund. Der Handel mit Nicht-Lebensmitteln schrumpfte von März real um 4,4 Prozent. Die Internethändler erzielten zwar ein Plus von 5,4 Prozent zum März, verloren aber im Vergleich zum corona-geprägten Vorjahresmonat nahezu ein Zehntel (– 9,6 Prozent).