Große Unternehmen mit Marktzugang, junge Unternehmen mit der neuesten Technik: Was nach einer idealen Kooperation klingt, kommt laut einer Umfrage nur selten zustande. 71 Prozent der deutschen Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden arbeiten in keiner Form mit Startups zusammen, wie die Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt. Gründe für die fehlenden Kooperationen sind der Mangel an Zeit, Geld und Kontakten.
Als Zeichen einer schwächelnden Konjunktur sind wichtige Wirtschaftsdaten in China im Juli erneut hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Wie das Pekinger Statistikamt berichtete, verlangsamte sich das Wachstum der Einzelhandelsumsätze auf 2,7 Prozent. Auch die chinesische Industrieproduktion legte im Juli mit 3,8 Prozent langsamer zu, als von Analysten erwartet wurde. Um der Wirtschaft Schwung zu geben, senkte Chinas Zentralbank überraschend erstmals seit Januar den Zinssatz für einjährige Refinanzierungsgeschäfte mit den Banken. Dieser fiel um 0,1 auf 2,75 Prozent.
Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind im Juni im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt erklärte, betrug das Plus knapp 34 Prozent. Bei den Getreidepreisen entspannte sich die Lage etwas: Hier betrug das Plus 59,3 Prozent. Im Mai hatte die Preissteigerung über ein Jahr gesehen noch bei 71,5 Prozent gelegen. Insgesamt war Getreide damit im Juni acht Prozent günstiger als im Mai. Anders sah es bei Kartoffeln aus. Hier stiegen die Preise im Jahresvergleich um gut 116 Prozent. Im Mai waren die Kartoffelpreise der Erzeuger bereits um gut 111 Prozent gestiegen.
Der Konsumgüterkonzern Henkel hat nach einem robusten Wachstum im ersten Halbjahr seine Umsatzprognose für das laufende Jahr erhöht. Henkel erwartet für das laufende Jahr nun ein organisches Wachstum von 4,5 bis 6,5 Prozent. Das ist jeweils ein Prozentpunkt mehr als zuvor in Aussicht gestellt. Das Ergebnis sank wegen der höheren Kosten aber deutlich. So nahm das bereinigte operative Ergebnis im ersten Halbjahr um 18,5 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro ab, die entsprechende Marge fiel von 14,4 auf 10,7 Prozent. Der Nettogewinn sank um mehr als die Hälfte auf 447 Millionen Euro.