Wiesbaden – Rund jeder achte in einer Mietwohnung lebende Mensch in Deutschland ist mit seinen Wohnkosten überlastet. Das hat eine Auswertung des Statistischen Bundesamts ergeben. Überlastung bedeutet demnach, dass sämtliche Ausgaben fürs Wohnen einschließlich der zuletzt stark gestiegenen Energiekosten mehr als 40 Prozent des verfügbaren Einkommens verbrauchen. Das war im vergangenen Jahr bei 12,8 Prozent der Mieter der Fall. Für die Gesamtbevölkerung betrug der Wert 10,7 Prozent. Mit einem Mieteranteil von 50,5 Prozent an der Gesamtbevölkerung liegt Deutschland europaweit an der Spitze. Nur wenige Länder wie Österreich (45,8 Prozent) oder Dänemark (40,8 Prozent) erreichen ähnlich hohe Werte. Im Schnitt geben die Menschen 23,3 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen aus, bei Mietern sind es sogar 27,6 Prozent. Am stärksten belastet sind mietende Einpersonenhaushalte, die im Schnitt 35,4 Prozent ihres verfügbaren Einkommens fürs Wohnen aufbringen müssen. dpa