IN KÜRZE

Leoni erwägt Kapitalschnitt Norwegen kauft 54 Panzer bei KMW Erzeugerpreise steigen schwächer Bosch setzt stärker auf China Lufthansa will aus Chaos lernen

von Redaktion

Der in finanzielle Nöte geratene Autozulieferer Leoni aus Nürnberg zieht einen Kapitalschnitt zur Sanierung des Unternehmens in Betracht. „Die laufenden Verhandlungen lassen erwarten, dass es ohne einen Kapitalschnitt der Aktionäre keine Lösung geben wird“, teilte Leoni am Freitag in Nürnberg mit. Für Leoni war ein bereits sicher geglaubter Teilverkauf geplatzt. Ein Kapitalschnitt wird in der Regel vorgenommen, wenn ein Unternehmen hohe Verluste erlitten hat. Er bedeutet eine finanzielle Belastung für die Aktionäre.

Norwegen will 54 Leopard-2-Panzer der neuen Generation aus Deutschland kaufen, um ältere Panzer des gleichen Modells zu ersetzen. Die norwegische Regierung kündigte weiter an, es gebe zudem eine Option auf 18 zusätzliche Leopard-2-Panzer. Der Auftrag an das Münchner Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann ist Teil eines 19,7 Milliarden Kronen (1,8 Milliarden Euro) schweren Verteidigungspakets, das bereits vom norwegischen Parlament verabschiedet wurde.

In der Eurozone hat sich der Anstieg der Herstellerpreise weiter abgeschwächt. Im Dezember erhöhten sich die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, auf Jahressicht um 24,6 Prozent, wie das Statistikamt Euro-stat mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate 27,0 Prozent betragen, im Sommer 2022 war sie sogar bis auf 43,5 Prozent geklettert. Bankvolkswirte hatten aktuell im Schnitt eine noch etwas niedrigere Rate von 22,4 Prozent erwartet.

Der Technologiekonzern Bosch will sein Chinageschäft trotz der Diskussionen um die Abhängigkeiten von einzelnen Märkten vorantreiben. „Der Markt muss bedient werden, das ist wichtig. Wer in dem Markt kompetitiv erfolgreich sein kann, der kann das überall auf der Welt“, sagte Bosch-Chef Stefan Hartung. Die Strategie sei nicht, in China die Präsenz zu verringern, sondern auch in anderen Märkten zu wachsen.

Die Lufthansa will bei ihrer Kernmarke mit engerer Planung ein erneutes Flugchaos im Sommer verhindern. Man sei mit allen „Systempartnern“ im engen Kontakt zur Planung der Kapazitäten, erklärte Airline-Chef Jens Ritter am Donnerstagabend. So sollten bei Dienstleistern und der Lufthansa selbst die Abläufe funktionieren sowie genug und richtig geschultes Personal bereitstehen. „Damit alles zusammenspielt, drehen wir jeden Stein einzeln um.“

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