BÖRSE

Dämpfer für mögliches ICE-Werk Industrieproduktion sinkt im Dezember KfW warnt vor Betrügern Kaum Bewegung am Aktienmarkt

von Redaktion

Die Pläne für ein neues ICE-Werk im Raum Nürnberg haben einen Dämpfer erhalten. Im Raumordnungsverfahren kam die zuständige Regierung von Mittelfranken nun zu dem Schluss, dass zwei der drei möglichen Standorte nicht raumverträglich seien. Der dritte Standort auf dem ehemaligen Munitionslager Feucht sei nur unter Berücksichtigung umfangreicher Maßgaben wie eine eigene Straßenanbindung und Lärmschutz raumverträglich, teilte die Behörde am Dienstag in Ansbach mit.

Monat für Monat hatte sich die Industrieproduktion im vergangenen Jahr erholt – im Dezember ging sie im Vormonatsvergleich aber um 3,1 Prozent zurück. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Hauptgrund war die schwächelnde Bauindustrie. Im Gesamtjahr 2022 ging die Produktion im produzierenden Gewerbe im Vorjahresvergleich nur um 0,6 Prozent zurück – im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag das Minus aber bei 5,0 Prozent.

Die staatliche Förderbank KfW hat vor gefälschten Websites und E-Mails unter ihrem Namen gewarnt und zur Wachsamkeit aufgerufen. Auf den angeblichen KfW-Seiten würden Nutzer zur Herausgabe persönlicher Daten aufgefordert, „möglicherweise mit der Absicht, diese Daten in betrügerischer Absicht zu nutzen“, teilte die KfW mit. Auch betrügerische E-Mails seien im Umlauf, in denen über einen Link zur Datenweitergabe aufgefordert werde. Die Nachrichten könnten „täuschend echt“ wirken.

Der deutsche Aktienmarkt hat nach seinem schlechten Wochenstart am Dienstag weiter geschwächelt. Der Dax schloss 0,16 Prozent niedriger bei 15 320,88 Punkten. Bereits vergangene Woche waren durch starke Arbeitsmarktdaten aus den USA erneut Zinssorgen aufgekommen, nun hielten sich die Anleger vor einer Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell kurz nach Börsenschluss bedeckt. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,49 Prozent auf 29 179,03 Zähler nach unten. Der Dow Jones gab an der Wall Street vor der Rede Powells etwas nach, während sich die Technologiewerte an der Nasdaq etwas erholten. Der Energietechnikkonzern Siemens Energy berichtete für das erste Geschäftsquartal von einem mehr als verdoppelten Verlust. Das katapultierte die Aktie ans Dax-Ende (minus 2,3 Prozent). Noch schwächer schnitt nur Airbus ab mit einem Minus von 2,8 Prozent. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,26 Prozent am Vortag auf 2,29 Prozent.  dpa

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