München – Holz spielt als Energieträger eine immer wichtigere Rolle: 13,8 Millionen Kubikmeter wurden im vergangenen Jahr zur Energiegewinnung gefällt, das waren 17,3 Prozent mehr als noch 2021, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Menge war demnach fast 32 Prozent höher als im zehnjährigen Durchschnitt zwischen 2012 und 2021 – und erreichte den höchsten Wert seit der deutschen Wiedervereinigung.
Auch in Bayern ist im vergangenen Jahr deutlich mehr Holz zur Energiegewinnung geschlagen worden. Rund 7,7 Millionen Kubikmeter waren ein Plus von gut 15 Prozent zum Vorjahr und der höchste Wert seit mindestens 2006. Damit wurde mehr als die Hälfte des in Deutschland geschlagenen Energieholzes im Freistaat gefällt. Auch der Gesamt-Holzeinschlag in Bayern stieg im vergangenen Jahr: um gut zehn Prozent auf 20,9 Millionen Kubikmeter – das ist gut ein Viertel des bundesdeutschen Wertes. Dominante Holzarten in Bayern waren der Statistik zufolge Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz mit 15 Millionen Tonnen.
Für die Umwelt ist der Anstieg nicht unbedingt eine gute Nachricht. Seine Klimabilanz ist umstritten und hängt unter anderem davon ab, wie das Holz angebaut und geerntet wird und ob man die über Jahrzehnte ablaufende Wiederaufnahme von CO2 durch einen potenziell nachgepflanzten neuen Baum gegenrechnet. afp, dpa