BÖRSE

Genehmigung dauert länger als der Bau Jobcenter zahlen mehr fürs Heizen Landwirte: Gewinne stark gestiegen Dax mit minimalen Verlusten

von Redaktion

Führende Vertreter der Baubranche haben überlange Wartezeiten auf Baugenehmigungen beklagt. Die Bearbeitung eines Bauantrags dauere heute doppelt so lang wie der Bau an sich, sagte der Präsident der Bundesingenieurkammer, Heinrich Bökamp, bei der Eröffnung der internationalen Bau-Messe in München. „Das ist für uns ein Megathema“, sagte der Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Peter Hübner.

Die Heizkosten von Hartz-IV-Haushalten sind wegen der Energiekrise im vergangenen Jahr stark gestiegen. Die Jobcenter bezahlten insgesamt 2,3 Milliarden Euro nur für Heizung und Warmwasser an Empfänger von Hartz IV-Leistungen, das waren 6,9 Prozent mehr als 2021: Dies berichtete die „Bild“ unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Die Landwirte in Deutschland haben dank der stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise im Wirtschaftsjahr 2021/2022 deutlich mehr verdient. Pro Betrieb stiegen die Gewinne laut Landwirtschaftsministerium teils um mehr als 60 Prozent; das Einkommen je Arbeitskraft legte im Schnitt um knapp ein Drittel auf 43 500 Euro zu. Der Preisanstieg für viele landwirtschaftliche Erzeugnisse habe auch die höheren Kosten für Futter und Energie kompensiert. Das Ministerium betonte am Montag, ein teils starkes Gewinnplus hätten fast alle Betriebsformen verzeichnet. Nur im Obstbau sank der Gewinn je Betrieb deutlich um mehr als ein Drittel auf 59 000 Euro je Betrieb.

Nach fünf Gewinntagen in Folge hat der Dax am Montag leicht nachgegeben. Der Leitindex schloss 0,11 Prozent tiefer bei 15 789,53 Punkten, nachdem er zeitweise die Hürde von 15 900 Punkten überwinden konnte und auf den höchsten Stand seit Januar 2022 gestiegen war. Die Anleger blieben trotz der jüngsten Börsenrally zuversichtlich, allerdings setzten moderate Gewinnmitnahmen ein.

Für etwas Verunsicherung sorgten gute US-Konjunkturdaten. „Die Marktteilnehmer setzen größtenteils auf eine baldige Zinspause und eine anschließenden Zinstrendwende in den USA“, so Marktexperte Andreas Lipkow. Mit stabilen Konjunkturdaten werde dieser Erwartungshaltung jedoch eine Absage erteilt.

Der Kurs des Euro hat zu Wochenbeginn deutlich auf 1,0909 Euro nachgegeben.

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