BÖRSE

Arbeitskosten steigen weiter Uniper schreibt wieder Gewinn US-Banken beunruhigen Anleger

von Redaktion

Deutschland zählt im europäischen Vergleich weiter zu den Hochlohnländern. In der Industrie kostete eine Arbeitsstunde in Europas größter Volkswirtschaft einschließlich Lohnnebenkosten 2022 durchschnittlich 44 Euro, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Das waren 44 Prozent mehr als im Schnitt der 27 Staaten der Europäischen Union (30,50 Euro). Damit stand Deutschland hier an vierter Stelle. Bei den Dienstleistungen stand Deutschland bei Arbeitskosten von 39,50 Euro je Stunde rund 30 Prozent über dem EU-Mittel und wie in den Vorjahren an siebter Stelle.

Der verstaatlichte Energieversorger Uniper hat im ersten Quartal sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie bereinigt um Sondereffekte auf 749 Millionen Euro gesteigert, nachdem im Jahr davor ein operativer Verlust von 917 Millionen Euro angefallen war. Das bereinigte Nettoergebnis stieg von minus 674 Millionen auf nun plus 451 Millionen Euro.

Mangelnde Zuversicht der Anleger wegen Problemen in Teilen der US-Bankenlandschaft hat den Dax belastet. Unerwartet gute Quartalsberichte von Microsoft und Alphabet aus dem US-Technologiesektor reichten nicht aus, um die Indizes hierzulande in positives Terrain zu hieven. „Die Börsen stehen in dieser Berichtssaison im Spannungsfeld zwischen Tech und Banken“, sagte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die First Republic hatte für das erste Jahresviertel einen Verlust von mehr als 100 Milliarden US-Dollar an Einlagen gemeldet und damit deutlich mehr als erwartet. Die Aktien der im Zuge der US-Bankenkrise in die Schieflage geratene Regionalbank sackten auf ein weiteres Rekordtief und gingen mit einem Minus von nahezu 50 Prozent aus dem Handel. Der Kursrückgang seit Jahresbeginn beträgt inzwischen etwas mehr als 93 Prozent.

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