Die zweite Wiedergeburt der Do228

von Redaktion

Oberpfaffenhofen – Streng genommen ist das bereits in den 1970er-Jahren entwickelte und seit 1982 in Oberpfaffenhofen (Landkreis Starnberg) gebaute Flugzeug ein Oldtimer. Ein ganz besonderer. Er erlebt gerade seine zweite Wiedergeburt: Die Dornier Do228 mit dem Kürzel NXT läuft mit moderner Ausrüstung und aktuellen Umweltauflagen angepasst wieder in einer Kleinserie an. Das kündigte Harald Robl, Europa-Chef des US-Technologiekonzerns General Atomics, im Beisein des bayerischen Staatskanzleiministers Florian Herrmann in Oberpfaffenhofen an.

„Wir sind stolz darauf, die Erfolgsgeschichte des Flugzeugs fortzusetzen“, sagte Robl. Herrmann sprach von einem „echten Meilenstein für die Luftfahrtindustrie im Freistaat und einem Gewinn für die ganze Region“.

Die Maschine gehört zu den wenigen Flugzeugen, die nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig in Deutschland entwickelt und hier auch gebaut wurden. Seit 1986 wird es auch unter Lizenz in Indien produziert. Nach der Pleite von Dornier übernahm der schweizerische Rüstungskonzern RUAG die Rechte und nahm 2007 die Produktion der DO228 NG (Neue Generation) wieder auf.

Tatsächlich gibt es zu dem Flugzeug für sein vielfältiges Einsatzspektrum weltweit keine Alternative. Es wird für Überwachungs-, Such- und Rettungsflüge, aber auch für Forschungszwecke eingesetzt. Es kann auf kurzen und kaum befestigten Pisten starten und landen. Das Kürzel NXT steht für die nächste Generation. Es muss ja nicht die Letzte sein.

MARTIN PREM

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