München – BMW ist gut ins Jahr 2023 gestartet. Im ersten Quartal verkaufte der Dax-Konzern aus München zwar 588 000 Autos und damit 1,5 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Das ist auf einen Rückgang von neun Prozent bei der kleineren Tochter-Marke Mini zurückzuführen. Der Konzernumsatz stieg jedoch um 18,3 Prozent und der Vorsteuergewinn im Kerngeschäft legte um 58,5 Prozent zu. Der Absatz reiner E-Autos wuchs zudem um 83 Prozent auf rund 65 000 Fahrzeuge. Insgesamt sieht der Autobauer damit sein Jahresziel, das unter anderem etwas mehr Auslieferungen als 2022 vorsieht, in Reichweite.
Dennoch spürt BMW vor allem in China die wachsende Konkurrenz. Dort gingen die Verkäufe um sieben Prozent zurück, was durch gute Geschäfte in den USA kompensiert wurde. Die Automesse in Shanghai habe den deutschen Herstellern vor Augen geführt, dass der Wettbewerb in China härter werde, sagte Oliver Falck vom ifo-Institut am Mittwoch. Auch deshalb liefern sich Hersteller wie Tesla und VW dort derzeit einen harten Preiskampf. In diesen will BMW allerdings nicht einsteigen. BMW werde bei den Preissenkungen nicht mitziehen, betonte der altersbedingt scheidende BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter.
ANDREAS HÖSS