München – Die HypoVereinsbank (HVB) will am Münchner Haidenauplatz eine zweite Zentrale bauen, die den bestehenden HVB-Tower am Arabellapark ergänzen soll. Das Gebäude soll 60 Meter hoch werden und Platz für rund 1400 Mitarbeiter bieten, wie Peter Weidenhöfer, Vorstand der HVB Immobilien AG, gestern bei der Vorstellung des Siegerentwurfs in München sagte. Weidenhöfer lobte den Entwurf des Berliner Architekturbüros Sauerbruch Hutton, da er eine optimale Nutzung der Büroflächen für flexibles Arbeiten zuließe. Geplant seien „Kommunikationszonen“, die sich in der Mitte des Gebäudes teilweise über mehrere Stockwerke ziehen. Auch berücksichtige der Entwurf Arbeitskonzepte wie Desk-Sharing und Home-Office. Da voraussichtlich nicht immer alle Mitarbeiter gleichzeitig im neuen Hochhaus arbeiten werden, könnten am Ende 2000 Beschäftige in dem Gebäude eine neue Heimat finden.
Weidenhöfer betonte, dass der Entwurf zudem durch Nachhaltigkeit überzeugt habe. Von allen Entwürfen biete der Siegerentwurf die größten Flächen für die Installation von Photovoltaik-Anlagen.
Architekt David Wegener sagte, nicht nur Teile der Dachflächen, sondern auch Teile der schwarzen Fassade sollen aus Photovoltaik-Modulen bestehen. Denkbar sei auch die Nutzung von Geothermie zum Heizen des Gebäudes. Voruntersuchungen hätten gezeigt, dass dies möglich sei. „Eine komplette Autarkie wird das Gebäude aber nicht erreichen“, sagte Wegener bezogen auf den Energieverbrauch.
Mit seinen 60 Metern Höhe soll das Gebäude nicht nur von der S-Bahn-Station Leuchtenbergring, sondern auch vom Mittleren Ring aus sichtbar sein. Wegen seines recht ovalen Grundrisses kann das Hochhaus – je nach Standort – breit oder schmal wirken.
„Headquarter 2“, abgekürzt HQ2, nennt die Bank ihre zweite Zentrale. Weidenhöfer sagte, das neue Gebäude soll wie der 114 Meter hohe HVB-Tower im Eigentum der HypoVereinsbank sein. 2028 könnte das Gebäude stehen.
Angrenzend an das neue 60-Meter-Hochhaus will die HVB weitere, deutlich flachere Gebäude bauen. Fertigstellung: ungewiss. Aktuell nutzt die Deutsche Bahn diesen Grundstücksteil für den Bau der Zweiten Stammstrecke. sh